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Bosnisch-Herzegowinischer RYCO-Vorsitz ist „Riesenchance!"

Botschafterin Christiane Hohmann, Minister für zivile Angelegenheiten Adil Osmanović, französischer Botschafter Guillaume Rousson, RYCO-Büroleiterin Berina Bukva

Botschafterin Christiane Hohmann, Minister für zivile Angelegenheiten Adil Osmanović, französischer Botschafter Guillaume Rousson, RYCO-Büroleiterin Berina Bukva, © Deutsche Botschaft

22.01.2018 - Artikel

Zum 55. Jahrestag des deutsch-französischen Freundschaftsvertrages besuchte Botschafterin Hohmann gemeinsam mit dem französischen Botschafter Rousson und dem bih Minister für zivile Angelegenheiten Osmanovic das Sarajewoer RYCO-Büro.

Botschafterin Hohmann zeigte sich erfreut, dass sie gemeinsam mit ihrem französischen Kollegen und dem bih Minister für zivile Angelegenheiten den 55. Jahrestag des Élysée-Vertrages mit etwas Zukunftsgewandtem begehen könne: Einem Besuch bei einem Jugendwerk. Natürlich nicht bei irgendeinem Jugendwerk, sondern dem Büro des Westbalkanjugendwerks in Sarajewo, das vom deutsch-französischen Jugendwerk begleitet wird. Sie wünschte Büroleiterin Bukva viel Erfolg: Der rotierende Vorsitz, den Bosnien und Herzegowina 2018 innehat, „ist eine Riesenchance!“

Auch „die guten deutsch-französischen Beziehungen beruhen auf viel Arbeit“ und müssten ständig weiterentwickelt werden, sagte die Botschafterin unter Bezug auf die gemeinsame Erklärung des Bundestags und der französische Nationalversammlung, mit der sie die Regierungen beider Staaten auffordern, einen neuen, weiterreichenden Élysée-Vertrag zu erarbeiten.

Botschafter Rousson betonte die über die beiden Länder hinausgehende Bedeutung der guten Beziehungen. „Die deutsch-französische Freundschaft ist Fundament der europäischen Integration.“ Es wäre schön, wenn sich das Modell auch in diese Region übertragen lasse, er hoffe, dass RYCO eines Tages so erfolgreich sein werde wie das DFJW.

Minister Osmanovic verlieh seiner Erwartung Ausdruck, dass das Westbalkanjugendwerk zum besseren Verständnis und Austausch der jungen Menschen im Westbalkan beiträgt. Er hoffe, dass die jungen Menschen ihre Zukunft gestalten und dabei Zusammenarbeit, Dialog und Aussöhnung zwischen den Ländern der Region beförderten.

Büroleiterin Bukva möchte baldmöglichst mit der konkreten Arbeit, mit den Projekten beginnen. Sie wünscht sich, dass die Arbeit des Westbalkanjugendwerkes dazu beiträgt, den jungen Menschen eine Perspektive in ihren Heimatländern zu bieten. DFJW-Moderator Moll sicherte RYCO die weitere Unterstützung des deutsch-französischen Jugendwerks zu.

Der Élysée-Vertrag vom 22. Januar 1963 ist die Grundlage der Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich. Der Vertrag brachte seinerzeit die grundlegende Neugestaltung des deutsch-französischen Verhältnisses, regelmäßige Konsultationen und ermöglichte die Gründung des deutsch-französischen Jugendwerks, das für das Westbalkanjugendwerk Pate stand.

Bereits jetzt unterhält Deutschland mit keinem anderen Staat eine so feste institutionalisierte Partnerschaft wie mit Frankreich. Die Beziehungen zwischen den Ländern sind jedoch nicht statisch, sondern entwickeln sich dynamisch, wie die Deklaration der beiden Parlamente eindrucksvoll belegt.

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