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Deutschland unterstützt Bosnien und Herzegowina mit weiteren 200.000 € bei der Vernichtung von überlagerter Munition  

25.06.2018 - Artikel

Am 25. Juni 2018 unterzeichneten Frau Christiane Hohmann, Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland in Bosnien und Herzegowina, und Frau Sezin Sinanoglu, UNDP Resident Repräsentative in Bosnien und Herzegowina, einen weiteren Zuwendungsvertrag für das UNDP-Projekt „EXPLODE+“.

Vertragsunterzeichnung
Vertragsunterzeichnung© Deutsche Botschaft

Die Bundesrepublik Deutschland stellt damit im vierten Jahr Mittel für dieses Projekt zur Verfügung, bislang etwa 1,3 Millionen Euro. Die weiteren 200.000 Euro dienen 2018 vor allem der Entsorgung von Panzerabwehrraketen. Im Jahr 2017 wurde mit deutschen Mitteln die Vernichtung von Kleinkalibermunition, Artilleriemunition und raketengetriebenen Granaten unterstützt.

Es gibt noch etwa 15.000 Tonnen Munitionsbestände in Bosnien und Herzegowina, welche größtenteils über 35 Jahre alt sind, davon sind noch etwa 8.000 Tonnen im Überschuss die  aus Sicherheitsgründen dringend vernichtet werden müssen. Innerhalb der letzten Jahre wurden etwa 14.600 Tonnen Munition entsorgt und gleichzeitig Munitionslager und Hilfseinrichtungen modernisiert oder neu gebaut, wie z.B. ein Labor für die Streitkräfte zur Untersuchung von Munition.   

Vertragsunterzeichnung
Vertragsunterzeichnung© Deutsche Botschaft

Die deutsche Zuwendung ist auch eine Anerkennung der Fortschritte, die das Bosnisch-Herzegowinische Verteidigungsministerium im Umgang mit den Munitionsüberbeständen erzielt hat. Insbesondere die Einrichtung des “Strategic Board on Disarmament and Ammunition Destruction” im Jahr 2013 war ein wichtiger Schritt zur besseren Koordinierung der nationalen und internationalen Bemühungen zur Vernichtung überschüssiger Waffen und Munition.

UN Resident Repräsentative, Sezin Sinanoglu, drückt ihre Dankbarkeit gegenüber der Bundesrepublik Deutschland und anderen Geldgebern für die Unterstützung des Programms EXPLODE+ aus, welches unter dem Masterplan für Rüstungskontrolle geführt wird.

Internationale Organisationen und Geldgeber unterstützen über das Projekt nationale Behörden wie das bosnisch-herzegowinische Verteidigungsministerium, um das Land von instabiler und somit gefährlicher Munition zu befreien.


 

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